Alles grün – Hier sehen Sie den Auftakt in den Skisprung-Winter

das Spiel Skispringen

Alles im Grünen – hier seht ihr den Start in den Weltcup-Winter.

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Der Norweger Kristoffer Eriksson Sindel springt auf das Wisla-Grün.

Bildnachweis: AFP/JANEK SKARZYNSKI

Aufgrund des Weltcups starten die Skispringer sehr früh in die Saison. In Wisla liegt kein Schnee, der Klimawandel hat den Wintersport längst erreicht. Skispringen ist immer noch das Beste. Die Frage ist, wie weit werden die Fans mit dir gehen?

Ohndreas Wellinger drückte und setzte sich tief. Der Skispringer rannte auf den lila Plastikplanen die Keramikbahn hinunter zum Absprungtisch. Der 27-Jährige sprang ab und flog bei 13 Grad Außentemperatur an den grünen Bäumen vorbei Richtung Tal. Nach 117,5 Metern sprang er sicher. Doch Wellinger stellte den Telemark nicht auf Schnee, sondern auf grüne Matten. Was wie ein Sommerwettkampf aussah, war im polnischen Wisla der Startschuss für die Weltcup-Wintersaison. Allerdings fühlte es sich in Wisla überhaupt nicht nach Winter an. Der erste Wettkampf der Saison war größtenteils grün und heiß.

Wo Schnee hätte liegen sollen, waren grüne Matten. Rasensprenger bewässern den Auslauf kontinuierlich, damit Springer nach der Landung die Geschwindigkeit halten können und nicht stürzen. Wisla war der erste Winter-Weltcup, der auf Matten ausgetragen wurde. „Gerade in der aktuellen Situation der Klima- und Energiekrise ist es eine gute Gelegenheit für uns und unseren Sport. Wir werden anfangen zu experimentieren und sehen, was langfristig passiert“, sagte Wellinger.

Skisprung-Weltcup in Wisla

Andreas Wellinger belegte in Wisla den 23. Platz.

Quelle: dpa / Grzegorz Momot

Die Klimakrise hat längst die Winterspiele erreicht. “Der Klimawandel ist real. Mit Eisspuren und Matten wird das Skispringen eine Lösung und ein Konzept haben, ihm entgegenzuwirken. Es funktioniert gut. Jetzt werden wir sehen, wie es von der Öffentlichkeit und den Fans angenommen wird”, sagte der deutsche Teammanager Horst Huttle sagte, er könne sich vorstellen, dass Skispringen in Zukunft auch im Winter häufiger auf Matten als auf Kunstschnee ausgetragen werde.

“Was ist in unserer Gesellschaft noch darstellbar?”

Grüne Berge, Kunstrasenmatten und Zuschauer in Herbstkleidung sind nicht die Bilder, die der Weltverband Fiss vermitteln möchte. Aber das sind Bilder, an die sich jeder gewöhnen muss. Hittel verschließt die Augen nicht vor der Realität: „Die Frage der Zukunft wird nicht sein, was wir wollen – sondern was wir können. Was lässt sich in unserer Gesellschaft noch darstellen? Die Frage ist, was der richtige Weg ist?“

Polnischer Skisprung-Weltcup

Andre Johan Forfang kniet in der grünen Piste der Skisprungschanze in Wisła.

Quelle: AP/Adam Nurkiewicz

Richtig ist auch, dass sich die FIS aufgrund der WM in Katar für einen sehr frühen Saisonstart im November entschieden hat. Aber auch in Regionen, die einst als schneesicher im November galten, ist die Konkurrenz dem wärmeren Wetter erlegen. Der Start des Damen-Ski-Weltcups im österreichischen Sölden wurde wegen Regens abgebrochen. Die Herrenabfahrt am Matterhorn wurde wegen Schneemangels abgesagt. Auch am kommenden Wochenende stehen in Lech am Arlberg zwei Parallel-Riesenslaloms an. Auch die deutschen Biathleten mussten umplanen und verzichteten auf den ersten Schneekurs in den Alpen, stattdessen ging es in die Skihalle von Oberhof in Thüringen.

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„Eigentlich wollte ich für ein paar Tage nach Davos“, sagte Biathlon-Olympiasieger Dennis Hermann. Auf über 2000 Metern Höhe wollte sie sich auf ihren Weltcup-Winter vorbereiten. Doch die vier Kilometer lange Langlaufloipe ist noch nicht wie geplant gebaut – dafür ist es in der Schweiz zu heiss. Es war der wärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1864. Unter Fohns Einfluss lagen die durchschnittlichen Tagestemperaturen in einigen Gebieten acht bis neun Grad über dem langjährigen Durchschnitt. “Wir müssen unsere Pläne ändern. Das Wetter ist im Moment nicht so einfach”, sagte Herman.

Italien Schweiz Fiss Ski Alpin

Es ist so grün… Das Rennen in Zermatt musste wegen Schneemangel abgesagt werden

Bildnachweis: pa/KEYSTONE/MAXIME SHMID

Während Alpinrennfahrer, Biathleten und Langläufer Schnee und Kunstschnee sofort brauchen, können Skispringer darauf verzichten. Springer freuen sich in Zeiten des Klimawandels über die bequeme Möglichkeit des Mattenspringens. Aber als Dauerzustand? „Ich wünschte, es wäre nicht die Zukunft. Es wäre ein schlechtes Zeichen. Natürlich hofft man auf mehr Skispringen im weißen Winter“, sagte der ehemalige Weltklasse-Skifahrer Martin Schmidt. “Das ist jetzt ein Experiment. Wir werden sehen, wie es funktioniert.”

“Das bringt dich zum Nachdenken”

Die von Schmitt vorhergesagte Zukunft scheint vielerorts bereits zu existieren. Deutsche Snowboarder bekamen die Auswirkungen in diesem Sommer zu spüren. “Wir alle haben die Auswirkungen des Klimawandels auf Gletscher auf der ganzen Welt gesehen. Wenn wir jetzt zum Trainieren nach Südamerika gehen, werden wir Teil des Problems sein, nicht der Lösung”, sagte Snowboard-Germany-Präsident Hans Michael Holz Der Zermatter Gletscher schloss seinen Sommerbetrieb, Rennfahrer um Stefan Baumeister mussten umplanen und nach Saas-Fee fahren.“ Wenn du dann im Hotel Saas-Fee bleibst Eis von einem Gletscher, also fängst du an zu denken”, sagte Baumeister.

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Da kein Schnee in Sicht ist, sollte der alpine Weltcup auf das kommende Wochenende zielen.

In der zweiten Periode in Vasla kam Wasser vom Himmel. Lokalmatador Daud Kobaki gewann bei starkem Regen. Wellinger wurde nur 23., Bester der Deutschen war überraschend Pais Paske, der mit 122,5 und 122 Metern Zwölfter wurde. Der zweite Contest in Wisla findet am Sonntag wieder auf den grünen Matten statt. Nach einer zweiwöchigen Pause wird die Show am 26. November in Rokka, Finnland, fortgesetzt. Es gibt sogar etwas Eis in der Nähe des Polarkreises.

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