FIFA WM 2022: Iran schlägt Wales verdient – zwei Tore in der Nachspielzeit

Stand: 25.11.2022 13:48

Außenseiter Iran wahrte mit einem 2:0-Sieg gegen Wales seine Chancen auf die Qualifikation für das WM-Achtelfinale in Gruppe B. ‘Dragons’ sind enttäuscht und stehen vor dem Ende.

Mit einer leidenschaftlichen Leistung haben sich die iranischen Fußballer ihren Traum vom ersten Einzug ins Achtelfinale einer Weltmeisterschaft erfüllt: Wir gewannen mit 2:0 (0:0). Nach einer vernichtenden 2:6-Niederlage gegen England verbesserte sich der Iran deutlich, hatte aber das Pech, dass ein Abseitstor ausgeschlossen und der Pfosten zweimal verhindert wurde. Beide Tore fielen in der Nachspielzeit.

Der walisische Torhüter Wayne Hennessy wurde in der Schlussminute wegen Foulspiels vom Platz gestellt (86.). Das Team von Kapitän Gareth Bale steht nun kurz vor dem Aus, die „Dragons“ haben nur einen Punkt in Gruppe B. “Es wird sehr schwierig”, sagte Bale.

Im Gruppenfinale am kommenden Dienstag (29.11.2022 / 20:00 Uhr live auf sportschau.de) trifft Wales im „Brüderduell“ auf England, der Iran schließlich auf seinen politischen Erzfeind USA

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Iranische Spieler singen die Nationalhymne

Schon vor dem Anpfiff sind angesichts der seit mehr als zwei Monaten andauernden Proteste gegen das iranische Mullah-Regime wieder alle Augen auf die Underdog-Spieler gerichtet: Sie singen wieder die Nationalhymne mit: Weigern Sie sich, es ihnen wie England zu tun? Nein, alle Spieler, darunter auch Leverkusens Sardar Azmon, der sich vor der WM mit den Demonstranten zu Hause solidarisierte, bewegten zumindest die Lippen.

Golzadeh im Abseits – Iran-Tore zählen nicht

Sportlich hat sich das Team von Carlos Queiroz deutlich verbessert. Insgesamt nahm der portugiesische Coach vier Änderungen an seiner Startelf vor. Das half den Iranern, gut zusammenzuarbeiten und am Anfang mehr Spiele zu gewinnen. Doch nach einem Doppelpass mit Azmon wurde das Tor von Ali Golzadeh aberkannt (16.).

Hosseini vereitelt Moores Chance

Vier Minuten zuvor hatte Kiefer Moore die lärmenden walisischen Fans im Stadion tief durchatmen lassen. Auch der Stürmer von Bournemouth erwischte nach einem 1:1 gegen die USA einen Neuanfang, sprang aber für die perfekte Flanke von Conor Roberts über die rechte Außenbahn ein. Der iranische Torhüter Sayyed Hosseini machte ein feines Spiel, um die Chance zu stoppen. Die echte Nummer eins Alireza Beiranband, der sich zu Beginn des Spiels gegen England eine schwere Kopfverletzung zugezogen hatte, betrachtete es gnädig durch seine Gesichtsmaske.

Auch in der zweiten Halbzeit der ersten Halbzeit blieb das Spiel intensiv, allerdings gab es wenige Szenen im Strafraum. Mehr Aufregung vor dem walisischen Tor gab es nur in der Nachspielzeit, als Asmon eine Flanke aus dem Halbfeld knapp verfehlte (45+2).

Doppelte Chance Iran – Posting ist beunruhigend

Der Iran blieb auch nach Wiederanpfiff dominant, wobei der Fokus einmal mehr auf dem Angriffsduo Azmoun/Gorizadeh lag. Eine Doppelchance in der 52. Minute brachte den walisischen Schlussmann Hennessy bereits zu Fall, doch Azmon wurde zunächst am rechten Pfosten geblockt. Beim zweiten Versuch landete Golzadehs Schuss aus 18 Metern am linken Torrand. Azmoun musste nach einer guten Zeit wegen einer Verletzung am linken Fuß das Feld verlassen.

Seine Kollegen kämpften weiter um den Verbleib im Turnier. Saeed Ezatrahi verfehlte das walisische Tor nur knapp (72.). Wales wachte erst in der Schlussphase auf. In der 83. Minute lenkte der kampfstarke iranische Ersatzkeeper Hosseini einen Distanzschuss von Ben Davies über die Latte.

Wales-Keeper Hennessy sieht Rot

Fast Amortisation, dann zum ersten Mal die Aufregung über echtes Fairplay. Von weit außerhalb des Strafraums knallte der walisische Torhüter einen mit gestreckten Beinen Mehdi Taremi auf Brusthöhe. Der guatemaltekische Schiedsrichter Mario Escobar zeigte zunächst eine Gelbe Karte, korrigierte diese aber nach Intervention seines Videoassistenten und schickte Hennessy zum ersten Platzverweis des Turniers vom Feld (Platz 86).

Der walisische Keeper Wayne Hennessy trat Mehdi Taremi zu Boden.

2 Tore in der Nachspielzeit

Doch am Ende belohnten die Iraner ihren aufopferungsvollen Kampf mit zwei Toren in der Nachspielzeit. Rouzbeh Cheshmi traf mit einem Distanzschuss aus 20 Metern ins rechte Eck (90+8). Der Jubel von Team Meri war rasend. Vor allem, als Ramin Rezaian nach einem Konter in Führung ging (90+11).

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