Fliegerbombe in Wilhelmsburg: Entschärfung verzögert sich | NDR.de – Nachrichten

Stand: 29.11.2022 19:17

Bei Aufklärungsarbeiten in Hamburg-Wilhelmsburg wurde eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Sprengung des Blindgängers durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst verzögert sich.

Der Blindgänger lässt sich noch nicht entschärfen, denn viele Menschen fuhren nach Feierabend zum Wilhelmsburger Bahnhof – der Bahnhof liegt allerdings im Sperrgebiet. Die Polizei muss nun die Station räumen, bevor die Arbeiten an der Bombe beginnen können. Darüber hinaus wird die Evakuierung der Bewohner fortgesetzt. 300 Meter von ihrem Fundort in der Thielenstraße entfernt mussten sie ihre Wohnungen vorübergehend verlassen – in einigen Wohnungen brannte jedoch noch Licht. In dem betroffenen Wohngebiet sind rund 4.500 Menschen registriert. Anwohner im Umkreis von 1.000 Metern müssen Fenster und Türen geschlossen halten.

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Bombe ist neun Meter tief

Eine Fachfirma untersuchte den Boden auf der Baustelle in der Thielenstraße und entdeckte die 450 Kilogramm schwere amerikanische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit Zündschnur im Rücken. Es liegt neun Meter tief im Boden im Grundwasser. Die Feuerwehr erklärte, dass Blindgänger in Hamburg normalerweise nicht gesprengt werden. Stattdessen schraubt die Sprengstoffentsorgung den Zünder ab.

Sperrung der B75 in beide Richtungen

Durch die Bombenräumung kommt es zu Einschränkungen im Straßenverkehr sowie bei Bahn und Bus: Die B75 zwischen Georgswerder und Kornweide ist derzeit gesperrt, ebenso der Deich Niedergeorgswerder zwischen Langenvogel und Kirchdorfer Straße.

Bahn: Zugverkehr zwischen Hamburg und Harburg betroffen

Auch Regional-, Fern- und S-Bahnen werden im Zug gehalten. Der gesamte Zugverkehr auf der Strecke sei betroffen, sobald der Abbruchbeauftragte das Signal gebe, sagte ein Bahnsprecher. Dies gilt für alle Züge, die zwischen Harburg und Hamburg über die Elbe fahren, beispielsweise in Richtung Bremen, Osnabrück, Köln oder Hannover.

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Die Hochbahn hat angekündigt, dass Busse im betroffenen Bereich umgeleitet werden. Die Buslinie 13 wird von der Veddel bis Harburg verlängert.

Notunterkunft und Bürgertelefon für Betroffene

In der Stadtteilschule am Stübenhofer Weg 20a gibt es laut Feuerwehr eine Notunterkunft für Betroffene, dort ist Platz für 500 Menschen. Von der Kreuzung Krieterstraße/Thielenstraße fährt ein Bustransfer dorthin.

Für Fragen zur Entschärfung der Bombe hat die Polizei ein Bürgertelefon unter 040/4286 54451 und 040/4286 54452 eingerichtet.

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90.3 Aktuell | 29.11.2022 | 07:00

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