Invasive Schlange macht sich in Deutschland breit

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Von: Patrick Maier

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Kann auch zwei Köpfe haben: Eine kalifornische Kettenschlange auf einer Reptilienausstellung in der Schweiz 2018. (Aktenfoto)
Sie kann auch zwei Köpfe haben: Eine kalifornische Kettenschlange auf einer Reptilienausstellung in der Schweiz 2018. (Aktenfoto) © Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

In Deutschland wird eine Schlangenart entdeckt, die eigentlich aus den USA stammt. Forscher warnen davor, dass die Viper in zwei Städten in Baden-Württemberg gesichtet wurde.

München – Der Lampropeltis californiae gilt als geschickter Jäger. Der Begriff steht für die kalifornische Kettennatter, eine Schlangenart, die normalerweise im äußersten Westen der Vereinigten Staaten (Kalifornien und Oregon) und im Nordwesten Mexikos beheimatet ist.

Kalifornische Kettennatter: Neue Schlangenart in Baden-Württemberg entdeckt

Aber: Nun ist die kalifornische Kettennatter, die bis zu anderthalb Meter hoch werden kann, offenbar auch in Deutschland angekommen. Denn: Liebe sie Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichteten, wurden kürzlich zwei Exemplare der Schlange bei Offenburg in Südbaden und bei Freiburg im Breisgau beobachtet.

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Wetteralarm in Baden-Württemberg? Die Kalifornische Kettennatter könnte laut merkur.de als nicht heimische Art zumindest den Bestand der Smaragdeidechse am Kaiserstuhl und der Zauneidechse gefährden, erklärte Hubert Laufer vom Verband Amphibien- und Reptilienbiotopschutz Baden-Württemberg. . Württemberg (kurz ABS) heißt es in dem Bericht.

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Denn: Die Kalifornische Kettennatter jagt andere Reptilien wie Eidechsen, kleine Säugetiere wie Mäuse und manchmal auch Vögel. Mit dieser Eigenschaft hätten sie die Reptilienarten, die ursprünglich dort auf der spanischen Kanareninsel Gran Canaria lebten, fast ausgerottet, schreibt die dpa.

Kalifornische Kettennatter: Schlange gefährlich für heimische Reptilienarten?

Und: Diese Viper nimmt es laut Laufer auch mit anderen Schlangen auf, um sie zu fressen. Die Behörden der Europäischen Union (EU) haben bereits registriert, dass sie für heimische Arten gefährlich sein können – und Verbote erlassen. So ist beispielsweise die kalifornische Kettennatter EU-weit für den Handel und die Zucht verboten. Seit Anfang August steht sie auf der sogenannten Unionsliste invasiver Arten. Eine Art ist invasiv, wenn sie sich ausbreitet und dadurch die biologische Vielfalt anderer Tier- und Pflanzenarten im Gebiet gefährdet Südwestpresse (SWP).

Laut der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) gilt die Schlange als „Einsteigernatter“ für Hobbyzüchter und ist daher einfach zu halten. Für den Menschen ist es jedenfalls völlig ungefährlich. Die DGHT hält das Verbot daher für überflüssig.

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Kalifornische Kettenschlange: EU-Behörden überwachen Ausbreitung

Aber: wie sie dpa weiter berichtet, haben invasive Arten seit 1960 Verluste in der Land- und Forstwirtschaft sowie in der Infrastruktur oder durch die Belastung der Gesundheitssysteme von mindestens 976 Milliarden Euro verursacht. Auch die Behörden hierzulande schenken der Entwicklung und Verbreitung der Kalifornischen Kettennatter offenbar große Aufmerksamkeit. (Uhr)

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