Kampfjet: Eurofighter an der Ostflanke – und MTU hat ein Wartungsproblem

Geschäft Mitten im Krieg in der Ukraine

Der Eurofighter an der Ostküste – und der Motorenhersteller – hat Wartungsprobleme.

Gerhard Hagemann

In Estland kontrollieren deutsche Eurofighter im Auftrag der Nato den Luftraum über den baltischen Staaten. In Estland kontrollieren deutsche Eurofighter im Auftrag der Nato den Luftraum über den baltischen Staaten.

In Estland kontrollieren deutsche Eurofighter im Auftrag der Nato den Luftraum über den baltischen Staaten

Quelle: Luftwaffe/dpa

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Bei der MTU Aero Engines verzögert sich die Auslieferung und Wartung von Eurofighter-Triebwerken. Um die Triebwerke schnellstmöglich in Dienst stellen zu können, kündigte der Flugzeugtriebwerkshersteller im Juni eine spezielle „Speedline für die Luftwaffe“ an. Die Prognose für das Jahr überrascht.

Bn Das Geschäft des führenden deutschen Flugzeugtriebwerksherstellers MTU Aero Engines boomt mit hohen zweistelligen Zuwächsen im zivilen Bereich – aber Lieferschwierigkeiten im militärischen Bereich. Aufgrund logistischer Probleme bei Zulieferteilen oder Partnern kommt es zu Lieferverzögerungen, räumte Vorstandsvorsitzender Reiner Winkler bei der Vorlage der neuen Quartalszahlen ein. „Wir hinken im Militärgeschäft etwas hinterher“, sagte Winkler. Er hofft, die Probleme im Rennen um ihn bis Ende des Jahres zu lösen.

Dazu muss allerdings ein enormer Schub gegeben werden. Im dritten Quartal lag der Militärumsatz mit nur 95 Millionen Euro um 22 Prozent unter dem Vorjahreswert und in den ersten neun Monaten mit 309 Millionen Euro etwa auf Vorjahresniveau. Dennoch soll das Militärgeschäft, das rund zehn Prozent zum Gesamtumsatz beiträgt, im Gesamtjahr im hohen Prozentbereich wachsen.

Was genau schief gelaufen ist, nannte CEO Winkler nicht. Einzelne Komponenten fehlten. Bei neuen Triebwerken sind sowohl das Geschäft als auch die Wartung und Reparatur betroffen. Hauptumsatzträger im Militärgeschäft ist der Eurofighter-Motor. Auch Sturmmaschinen sollen betroffen gewesen sein. Ob die Eurofighter aufgrund von Lieferschwierigkeiten möglicherweise nicht einsatzbereit sind oder sich die Auslieferungen verzögern, wurde nicht veröffentlicht.

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Im Juni meldete die MTU Aero Engines eine spezielle „Speedline für die Luftwaffe“, um Eurofighter-Triebwerke schnellstmöglich in Dienst zu stellen. Schließlich wurden nach Ausbruch des Ukraine-Krieges einige Kampfjets an die Nato-Ostflanke verlegt und haben nun längere Flugstunden.

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Das Eurofighter-Triebwerk wird nicht allein von der MTU Aero Engines gebaut, sondern im Eurojet-Konsortium mit GE Avio (Italien), ITP Aero (Spanien) und Rolls-Royce (Großbritannien). Zu den Kunden der neuen Triebwerke zählen die Luftwaffe, aber auch Länder wie Kuwait und Katar. Saudi-Arabien gehört als Eurofighter-Kunde zu den Kunden des Konsortiums, hat aber keine neuen Triebwerke mehr.

Das Thema Supply Chain betrifft auch das Handelsgeschäft der MTU Aero Engines und insbesondere das Wartungsgeschäft. Winkler sagte, dass es in einigen Fällen zu Verzögerungen bei Reparaturen von Lieferanten kommen werde.

Winkler hat die ehrgeizigsten Wachstumspläne von Airbus zurückgenommen.

Dennoch hebt der Konzern nun seine Jahresprognose an. Der Umsatz soll um 100 Millionen Euro höher ausfallen, auf 5,4 bis 5,5 Milliarden Euro. In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz um 27 Prozent auf 3,82 Milliarden Euro und der Gewinn nach Steuern um 45 Prozent auf 319 Millionen Euro. Hilfreich war auch die Aufwertung des Dollars gegenüber dem Euro, da MTU-Geschäfte überwiegend in einem stärkeren Dollar abgewickelt wurden.

CEO Winkler, der seit 2014 an der Spitze des Vorstands steht und Ende des Jahres seinen Rücktritt ankündigte, zeigte sich am Ende seiner Amtszeit zufrieden mit dem Wachstum des Unternehmens. Zum aktuellen Anstieg hat die anhaltende Erholung im Luftverkehr beigetragen.

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Die ehrgeizigsten Wachstumspläne von Airbus schraubte Winkler jedoch zurück. Eine Produktionserweiterung bedarf ebenfalls einer Vorankündigung. Ende Juli senkte Airbus sein Auslieferungsziel für dieses Jahr aufgrund von Lieferkettenproblemen von 720 auf 700. Winkler verteidigte sich gegen Vorwürfe, dass der etwas langsamere Ausbau wohl auf MTU-Komponenten zurückzuführen sei.

“Wir liegen bei unseren Lieferungen weitgehend im Zeitplan.” Wenn Airbus die Produktion nicht wie geplant hochfahren kann, ist niemand schuld. „Ob es immer nur am Motor liegt, bezweifle ich“, sagt der MTU-Chef. „Es gibt ein oder zwei Probleme in der gesamten Lieferkette und auch intern bei Airbus.“ Es ist relativ einfach, nur den Motorenherstellern die Schuld zu geben.

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