Kölner Kinderbuch über Tod: Bestatter spendet an Grundschulen


Köln-Vogelsang –

Buntes Licht fiel durch die Buntglasfenster der Trauerhalle auf dem Westfriedhof. Die große Halle schien jedoch kein Ort der Trauer zu sein. Vor allem nicht, als eine Gruppe von Schülern der Grundschule Erlenweg Platz nahm und sich von einem kleinen Zeichentrickfilm unterhalten ließ.
Dieser Morgen war für den Tod. „Kinder sind sehr interessiert, aber normalerweise kann ihnen niemand antworten. Das wollen wir ändern“, sagt Vladimir Petrovic, Geschäftsführer des Bickendorfer Unternehmens Ahlbach-Bestattungen.

Diese Meinung bestätigte der Unternehmer mit einer Buchspende an die Stadt: „Knietzsche und der Tod“ ist ein Kindersachbuch zu einem Thema, das vielen noch schwer fällt. Auch Bürgermeisterin Henriette Reker war der Meinung, dass Kinder mehr über den Tod lernen sollten, der zum Leben dazugehört. Er erhielt nicht nur ein Geschenkpaket in Form von 134 Büchern für jede Kölner Grundschule, sondern nahm sich auch die Zeit, mit den Kindern und der Autorin Anja von Kampen zu sprechen.

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Der Vater des Kölner Oberbürgermeisters starb im Alter von 18 Jahren

Das ging schnell und reichte von Trauerprozessen über Euthanasie und verschiedene Arten von Bestattungen bis hin zum Umweltschutz. Und Henriette Reker antwortete offen: Sie müsse sich erst der Trauer stellen. Sein Vater starb, als er 18 war, sagte er. “Bei der Beerdigung haben wir uns hier im Saal weinend versammelt”, sagte Reker. Er hatte bereits über die Art seines Todes nachgedacht.

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Es sollte in einer Urne beigesetzt werden. Es ist besser für die Umwelt als eine Sargbestattung. Was das wirklich ist, wurde den Kindern anschaulich gezeigt. Sie durften die hochmodernen Einrichtungen des Bestattungsunternehmens besichtigen, zu dem auch ein Krematorium in Köln gehört. Ihnen wurde ein Leichenwagen gezeigt, wie er auf Friedhöfen verwendet wird, und sie durften sogar einen leeren Sarg im Boden lassen.

Der Tod als Alltägliches in der Welt

Die unvoreingenommene Art und Weise, wie der Architekt Petrovic und Manfred Kaune, Leiter der Abteilung der 55 Kölner Friedhöfe, auf die Fragen der Kinder eingingen, war der Buchautorin Anja von Kampen im Gedächtnis geblieben. “Der Tod ist eine sehr häufige Sache auf der Welt.” Aber er sagt auch: “Der Tod ist das größte Geheimnis der ganzen Schöpfung.” Niemand weiß, was danach passieren wird. Deshalb sollte jeder glauben dürfen, was er will. “

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Mit seiner Figur des Jungen „Knietzsche“, der sich Gedanken über Themen wie Trauer, Demenz oder gar den Tod macht, schuf er einen Weg für Kinder.



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