Musk warnt Mitarbeiter vor möglicher Twitter-Insolvenz

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Musk warnte Mitarbeiter vor der möglichen Pleite von Twitter.

Twitter-Chef Elon Musk sagt zur wirtschaftlichen Lage Twitter-Chef Elon Musk sagt zur wirtschaftlichen Lage

Twitter-Chef Elon Musk sagt, die wirtschaftliche Lage sei “schlecht”.

Quelle: dpa/Patrick Pleul

Nach der Übernahme des Internetkonzerns Twitter warnte Elon Musk vor einem Milliardenloch in der Bilanz. Wenn nicht mehr Geld eingenommen als ausgegeben werden könne, sei „eine Insolvenz nicht auszuschließen“, sagte er den Mitarbeitern.

TDer Milliardär Elon Musk hat eine Insolvenz des Onlinedienstes nur wenige Wochen nach seiner 44-Milliarden-Dollar-Twitter-Übernahme nicht ausgeschlossen. Medienberichten zufolge warnte er bei einem Auftritt vor Mitarbeitern am Donnerstag davor, dass Twitters Bilanz im kommenden Jahr eine Milliarde Dollar klaffen könnte. Wenn unter diesen Umständen nicht mehr Geld eingenommen werden könne, als es ausgibt, dann sei „eine Insolvenz nicht auszuschließen“, zitierte Musk den Finanzdienstleister Bloomberg sowie die Tech-Medien „The Information“ und „Platformer“.

Twitter schrieb bereits vor der Übernahme rote Zahlen. Nach dem Deal beklagte Musk einen Umsatzrückgang, da einige große Werbetreibende Anzeigen auf der Plattform aussetzten. Sie befürchten, dass, wenn Musk die Inhaltsregeln wie angekündigt lockert, ihre Anzeigen neben anstößigen Tweets erscheinen könnten.

Auch die fast 13 Milliarden Dollar an Schulden, die Musk für den Kauf aufgenommen hat, lasteten auf Twitter. Laut Medienberichten wird jährlich eine Milliarde Dollar ausgegeben, um diese Schulden zu tilgen. Der Tech-Milliardär will die Werbeeinnahmen steigern, die bislang 90 Prozent des Umsatzes mit dem Abo-Geschäft ausmachen. Der Start seines neuen Abonnements mit einem Verifizierungshäkchen verursachte zunächst Chaos, da sich einige Benutzer in betrügerischer Weise als Prominente und Unternehmen mit gefälschten Konten ausgaben, die echt aussahen.

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Musk hatte die Mitarbeiter zuvor in einer E-Mail vor schwierigen Zeiten gewarnt. Die wirtschaftliche Lage sei „schlecht“, gerade für ein Unternehmen, das auf Werbeeinnahmen angewiesen sei. In dem Memo kündigte Musk auch neue Richtlinien für die Arbeit von zu Hause aus an – die Arbeit von zu Hause aus soll künftig nur noch mit seiner persönlichen Erlaubnis erlaubt sein.

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Laut dem von US-Medien einhellig zitierten Memo müssen Mitarbeiter mindestens 40 Stunden pro Woche im Büro verbringen. Vor der Übernahme durften Twitter-Mitarbeiter von überall aus arbeiten. Musk gilt als ausgesprochener Gegner des Homeoffice-Trends, den er bereits bei seinem Elektroautokonzern Tesla artikuliert hat.

Musk sagte, das Unternehmen habe immer noch viele Mitarbeiter.

Letzte Woche hat Musk jede Sekunde etwa 7.500 Stellen auf Twitter gestrichen. Berichten zufolge habe das Unternehmen nun teilweise immer noch zu viele Mitarbeiter, sagt er.

Medienberichten zufolge haben am Donnerstag zwei weitere wichtige Führungskräfte das Unternehmen verlassen: Joel Roth, der für die Filterung anstößiger Inhalte verantwortlich war, und Robin Wheeler, der neu ernannt wurde, um die Beziehungen zu Werbetreibenden zu überwachen.

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