Nadija Frank aus Nauen ist unter den Top 20 der Miss Germany Wahl

Nahansicht. Als Nadija Frank van Nauen vor einigen Monaten für die Miss. sich für die Deutschlandwahl beworben hatte, hätte sie nie damit gerechnet, dass sie es so weit schaffen würde: Die 35-Jährige ist jetzt unter den Top 20. Dafür musste sie mehrere Aufgaben in verschiedenen Stadien erledigen, um die Jury zu überzeugen: ob in einem Studio in Hamburg oder bei Workshops im Europapark. Dass sie immer noch dabei ist, zeigt der Initiatorin des Projekts „Star Band“ umso mehr, wie wichtig ihr Herzenswunsch vielen Menschen in Deutschland ist.

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In Hamburg wartete das erste Live-Erlebnis

„Als ich in den Top 80 war, fand ich das sehr schön. Aber unter den Top 20 zu sein, hat mich wirklich umgehauen!“ sagte Nadija Frank freudestrahlend. Um unter die Top 40 gewählt zu werden, wartete die erste große Herausforderung auf die junge Frau: „Ich wurde zu einem Casting-Erlebnis in Hamburg eingeladen. Das Programm dort sollte eine Symbiose aus Content, Livestreams, Fotoshootings und Pitches vor der Kamera schaffen.“

Nadia Frank initiierte das Projekt Sternenband 2018. Ziel ist es, das Thema Fehlgeburt aus der Tabuzone zu holen und Mütter zu unterstützen, die ihr Kind vor, während oder kurz nach der Geburt verloren haben.

Über die Webseite oder Instagram können betroffene Mütter (oder Väter und Geschwister) ein Armband in Auftrag geben – das Sternenband: Nadija Frank fädelt für jedes Sternenkind eine Perle auf. Das Armband dient als Erinnerung und als Identifikationsmerkmal, mit dem sich Betroffene vernetzen können.

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Besonders gerührt war die Sternenband-Gründerin, dass ihr eine Familie aus Hamburg anbot, in der Nacht vor dem großen Event bei ihnen zu schlafen. „Die Familie hat vor ein paar Monaten ein Kind verloren. Über Instagram habe ich mich mit ihnen ausgetauscht und ein bisschen begleitet. Sie sind so ein liebes Paar und es war einfach harmonisch und schön mit ihnen – sie haben mir sogar einen Glücksstein geschenkt und mir einen weiten Weg gewünscht, das Thema aus der Tabuzone zu holen“, sagt Nadia Frank.

Harmonische Zusammenarbeit mit den anderen Kandidaten

Am nächsten Morgen ging sie direkt ins Studio, wo sie herzlich empfangen wurde. „Es war unglaublich, man hat sich sofort zugehörig gefühlt und verstanden“, sagte Nadija Frank. Insgesamt wurden vier Tage abgehalten, an denen jeweils 20 Kandidaten versuchen konnten, sich selbst zu überzeugen. Besonders beeindruckt zeigte sich Nadija Frank von der sehr harmonischen Stimmung unter den verschiedenen Kandidaten: „Es war ein totales Miteinander und ein geschwisterliches Gefühl: Wir gehören zusammen, stärken uns gegenseitig und unterstützen uns gegenseitig. Keine Konkurrenz! Ich finde das bei Frauen aus meiner persönlichen Erfahrung in der Vergangenheit ziemlich ungewöhnlich. Aber Miss Germany hat mich jetzt vom Gegenteil überzeugt.”

Nadija Frank (links) zeigte sich begeistert von der positiven Zusammenarbeit der Kandidaten.

Nadija Frank (links) zeigte sich begeistert von der positiven Zusammenarbeit der Kandidaten.

Nachdem Nadija Frank den ganzen Vormittag gespannt auf ihren Einsatz gewartet hatte, betrat sie als letzte Kandidatin den Schminkbereich, wo sie angezogen wurde. Dann gingen wir zum Fototermin mit Fotograf Ariel. „Er macht unglaublich schöne Fotos und ist wirklich ein Künstler auf seinem Gebiet und eine Seele des Menschen“, sagt Nadija Frank.

Für den Pitch musste die 35-Jährige ihr Projekt in wenigen Sekunden überzeugend präsentieren. „Du hast maximal drei Versuche und bist vorher sehr aufgeregt. Dann sagte ich meinen Pitch und es war perfekt. Bis der Kameramann mir sagte, ich hätte meine Hand am Mikrofon. Das kann man natürlich ein zweites Mal nicht so gut machen“, sagt Nadija Frank, kann aber über den Fehler schmunzeln.

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Geschadet hat es ihr nicht: Nach knapp zwei Wochen wurde ihr mitgeteilt, dass sie einen Schritt weiter in die Top-40 geschafft habe. Die Organisatoren liefen drei Tage hintereinander einen Livestream auf Twitch. Allerdings wussten die Kandidaten nicht genau, wann sie aufgerufen würden und mussten bereit sein. „Ich war gerade im Krankenhaus, um einen Vertrag als Familienführerin zu unterschreiben. Zum Glück habe ich sie vorher gewarnt – der Anruf kam genau zur gleichen Zeit“, sagt Nadija Frank lachend.

Die Top 40 wurden in den Europapark eingeladen

Als nächstes wurde sie zu einem sogenannten „Network Experience“ eingeladen: „Es gab Workshops und Masterclasses, zum Beispiel einen Finanzworkshop. Wir waren auch das erste Mal mit dem Mikrofon auf der Bühne“, berichtet Nadija Frank. Diesmal fand die Veranstaltung an einem ungewöhnlichen Ort statt: im Europapark in Rust in Baden-Württemberg.

Als sie das Studio im Park betrat, bekam Nadija Frank Gänsehaut: „Es war wirklich verrückt und sie haben den Tag in Hamburg noch einmal übertroffen mit Lichtern und Postern, die von der Decke hingen“, sagt die Miss Germany-Kandidatin. Ein besonderes Highlight war für sie der Auftritt von Bruce Darnell, vielen bekannt als Jurymitglied der Sendung “Germany’s next Topmodel”. „Der Mann weiß wirklich, wie man läuft. Es schwebte dort mit Eleganz! Er hat dann Laufstegtraining mit uns gemacht. Alles in allem war es sehr cool, spannend und emotional“, sagt Nadija Frank.

Bruce Darnell erreichte als Überraschungsgast im Europa-Park die Top 40.

Bruce Darnell erreichte als Überraschungsgast im Europa-Park die Top 40.

Emotional wurde es für sie auch, als die Kandidaten plötzlich aufgefordert wurden, eine Minute lang zu improvisieren – die ersten fünf der Top 20 würden direkt danach gekürt. „Jemand hat mir gesagt: Du stehst nicht für dich selbst ein, sondern für alle, für die du es tust. Da brachen für mich alle Dämme und ich erinnerte mich: Ich stehe hier für so viele Menschen. Normalerweise bin ich sehr gut darin, meine Emotionen unter Kontrolle zu halten, aber dann hat es mich wirklich getroffen“, gibt Nadija Frank zu.

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Einen ganz besonderen Moment erlebte sie kurz nach ihrem Wahlkampf: „Eine aus dem Team kam auf mich zu und sagte, sie finde es toll, dass ich für alle da bin, dass ich mich mit ihnen freue und freue. Ich fand es sehr wertschätzend und schön.”

Die Top 20 reisen im Januar gemeinsam an

Eine Woche später kam die gute Nachricht, dass sie es erneut geschafft hat und in die Top 20 gewählt wurde. „Als nächstes steht eine Reise von mindestens zehn Tagen im Januar an – wir wissen noch nicht, wohin es gehen soll“, sagt Nadija Frank voller Vorfreude.

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