Schwedt: Bundesregierung sucht weiter Öl für PCK-Raffinerie | Freie Presse

Ab dem 5. Dezember gilt das russische Ölembargo für Tanker. Bis dahin sollte der Rohstoff eigentlich aus anderen Quellen stammen – feste Zusagen gibt es aber noch nicht.

Schwedt/Oder.

Kurz vor der geplanten Aussetzung der Ölimporte aus Russland sucht die Bundesregierung noch nach neuen Bezugsquellen für die PCK-Raffinerie im brandenburgischen Schwedt. Mit Polen und Kasachstan würden konstruktive Gespräche geführt, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Michael Kellner der Deutschen Presse-Agentur. Es bestehen jedoch keine konkreten Verpflichtungen. Dadurch wächst in Brandenburg die Ungeduld und die Sorge vor höheren Preisen an der Zapfsäule.

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In der EU gilt wegen des Krieges in der Ukraine ab dem 5. Dezember ein Embargo für russische Öltanker. Auch Deutschland will zum 1. Januar auf Pipelineöl aus Russland verzichten – das ist eine Verpflichtung der Bundesregierung auf EU-Ebene. Besonders betroffen ist die PCK-Raffinerie, die von russischem Öl aus der Druschba-Pipeline abhängig ist. Der Teil muss durch Lieferungen über Rostock ersetzt werden, was aber keine volle Auslastung garantiert.

Auswirkung auf die Preise in Ostdeutschland

„Was die alternative Versorgung betrifft, sind wir keinen Schritt weiter“, kritisierte Jan Redmann, CDU-Fraktionsvorsitzender im brandenburgischen Landtag. Es ist möglich, dass PCK nach dem Ölembargo nur noch mit halber Kapazität arbeitet. Dies kann sich auch auf die Preise in Ostdeutschland auswirken. Karina Dörk, Landrätin des Kreises Uckermark, sagte, sie hoffe, dass die Versorgung nach dem 1. Januar über die Druschba-Leitung erfolgen werde.

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Kellner antwortete: „Das Importverbot ist das Versprechen von Bundeskanzler Olaf Scholz an die Bundesregierung. Unsere Aufgabe ist es, die einzelnen Bausteine ​​Schritt für Schritt umzusetzen, damit zusätzliche Öllieferungen über Polen und Kasachstan nach Schwedt kommen können, und genau das sind wir.“ mit aller Kraft daran arbeiten.”

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Zum Stand der Gespräche mit Polen sagte der Grünen-Politiker: „Dass bereits die erste Testlieferung von Danzig nach Schwedt stattgefunden hat, ist ein wichtiges Signal. Polen hat auch ein generelles Interesse an der Schwedter Produktion, weil die Raffinerie ihren Beitrag leistet.“ erheblich zur Versorgungssicherheit in Westpolen bei.” Eine Regierungsdelegation aus Kasachstan wird im Dezember in Berlin erwartet. (dpa)

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