Sponsor reagiert auf Bier-Verbot in Katar

14.11.2022 12:29:49 Doha - Arbeiten an der Fanzone im Al Bidda Park in Doha. Katar wartet auf die Fußballweltmeisterschaft.  ANP KOEN VAN WEEL NIEDERLANDE AUS - BELGIEN AUS *** 2022 11 14 12 29 49 DOHA FAN WORKS ...

Ursprünglich war geplant, Bier nur in Dohas sogenannter Fun Zone auszuschenken.Bild: IMAGO/ANP

Laura Chiple

“Alkohol ist kein Teil der lokalen Kultur, aber Gastfreundschaft ist es.” So steht es eigentlich auf der offiziellen Website des WM-Organisators.

Wo und wie genau, war lange Zeit unbekannt. Im September wurde ein Alkoholkompromiss unterzeichnet, wie nach Verhandlungen zwischen dem Weltverband FIFA und den WM-Organisatoren bekannt gegeben wurde, bis 30 Minuten vor Anpfiff und bis etwa 2,5 Stunden nach dem Spiel Alkohol verkaufen zu dürfen. Außerdem dürfen Fans ab 18:30 Uhr in der Fanzone von Doha Alkohol konsumieren.

In den Stadien müssen Ticketinhaber mehrere Stunden vor dem Anpfiff und eine Stunde nach dem Schlusspfiff Alkohol kaufen. Allerdings ist Alkohol im Stadion und auf der Tribüne tabu.

Vor einigen Tagen stellte sich heraus, dass sich dieser Kompromiss wieder geändert hatte. Laut der New York Times hat die königliche Familie angeordnet, dass der Servierpunkt an einen diskreteren Ort verlegt werden soll. Jetzt brauchen wir eine weitere Veränderung. Fans werden es überhaupt nicht mögen.

Die FIFA wird einen millionenschweren Vertrag brechen

Die WM-Organisatoren von Katar haben laut einem Bericht der Times am Donnerstagabend, nur drei Tage vor dem Anpfiff, offenbar großen Druck auf die FIFA ausgeübt. Sie sollten ihre Bierpolitik bei der WM umkehren und den Verkauf der Budweiser-Marke des FIFA-Biersponsors Anheuser-Busch in acht Stadien einstellen.

Anscheinend war es nicht genug, den Bierausschank an einen diskreteren Ort zu verlegen. Es wird angenommen, dass dies auch von der katarischen Königsfamilie al-Thani empfohlen wurde.

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Eine formelle Entscheidung wurde am Freitagnachmittag getroffen. Die Fans wurden nur 48 Stunden vor dem Turnierauftakt am Sonntag zwischen Katar und Ecuador darüber informiert, dass es kein Bier zu kaufen geben würde.

Obligatorischer Kredit: Fotokredit: Michael Zemanek/Shutterstock 13622604cg Karim Benzema aus Frankreich während einer Trainingseinheit, Al Sadd SC Stadium, Al Nadi Street, Doha, Katar Vorschau und Training, FIFA Fussball-Weltmeisterschaft...

Budweiser (Hintergrund) ist einer der Hauptsponsoren der FIFA bei der Weltmeisterschaft in Katar.Bild: www.imago-images.de / imago images

Doch die FIFA verletzt einen Multi-Millionen-Dollar-Vertrag. Budweiser ist einer der Hauptsponsoren der FIFA, daher ist es beim Wettbewerb nicht zu sehen, und Anheuser-Busch darf seine Marke dort auch nicht verkaufen.

Fest steht, dass Bier nur in der Funzone von Doha ausgeschenkt werden darf.

Die Times schrieb über den „Schock“ der Fifa, der durch das späte Eingreifen der WM-Organisatoren verursacht wurde. Schließlich kommt es äußerst selten vor, dass solche Änderungen in Sponsorenverträgen so kurz vor Beginn einer Großveranstaltung stattfinden. Die Verhandlungen sollen am späten Donnerstagabend gedauert haben.

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Budweiser reagiert auf Bierkontroverse

Budweiser ist von der aktuellen Debatte wohl nicht so begeistert wie die Fifa. “Nun, das ist umständlich”, schrieb der offizielle Account der Biermarke am Freitagmittag. Trotzdem wurde es über 3.100 Mal geteilt und erhielt in dieser Zeit rund 18.600 Likes.

Der Tweet wurde kurz darauf gelöscht.

Der Tweet wurde kurz darauf gelöscht.Foto: Twitter / Budweiser

Nur wenige große Sportereignisse sind so umstritten wie die Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Scharfe Kritik gab es während der WM-Vorbereitung, darunter Vorwürfe schwerer Menschenrechtsverletzungen beim Bau der Arena und ungewöhnliche Termine für den Winter, der vom 20. November bis 18. Dezember ausgetragen wird.

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