Ukraine-Krieg: Selenskyj erneuert Bedingungen für Friedensgespräche | Politik

Kann es wirklich ernsthafte Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine geben?

Präsident der Ukraine Wladimir Zelensky (44) erklärte in seiner Videoansprache, die internationale Gemeinschaft solle Russland zu Verhandlungen zwingen.

Zelenskyjs Appell: „Russlands destabilisierender Einfluss verwüstet die Welt mit Krieg, Energie- und Nahrungsmittelkrisen und der Zerstörung normaler internationaler Beziehungen.“ Die Klimaagenda „Ich leide wirklich“ lässt sich nicht auf Eis legen. „Diejenigen, die es mit der Klimaagenda ernst meinen, müssen auch die Notwendigkeit ernst nehmen, die russische Aggression sofort zu stoppen, unsere territoriale Integrität wiederherzustellen und Russland zu echten Friedensgesprächen zu zwingen.“

Selenskyj wird immer wieder ermutigt, sich an den Verhandlungstisch zu setzen – doch der Präsident sendet immer wieder klare Worte:

► Bedingung ist laut Selenskyj, dass sich Putins Truppen aus illegal besetzten Gebieten in der Ostukraine zurückziehen und Kriegsschadenersatz zahlen. ► Er forderte auch die Verfolgung russischer Kriegsverbrechen.

Ein Gerüst, das er wiederholt abgesteckt hatte. Er hatte auch jegliche Kommunikation mit der russischen Seite, die durch den Befehl verboten war.

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Sein Berater Mykhailo Podoljic betonte diesen Kurs am Montag: Auf Twitter kündigte er an, die Ukraine sei zu Gesprächen bereit – allerdings nur mit einem künftigen Nachfolger von Kreml-Tyrann Wladimir Putin (70).

So ist auch Russlands vergiftetes Angebot, an den Tisch zu kommen, übertrieben: Am Dienstag gab Moskau bekannt, es gebe keine Bedingungen – “außer dass die Ukraine Treu und Glauben beweist”.

Ein Spin, der kürzlich im Westen favorisiert wurde. Wie “ Die Washington PostUnter Berufung auf anonyme Quellen forderten Mitglieder der Biden-Administration kürzlich die ukrainische Seite auf, den Verhandlungsfaden wieder aufzunehmen – und die absolute Ablehnungshaltung aufzugeben. Ein US-Beamter wurde mit den Worten zitiert: „Für einige Partner ist die Ukraine-Müdigkeit eine echte Sorge.”

Auch Mitglieder der deutschen Bundesregierung steuern einen fragwürdigen Ukraine-Kurs. Jüngstes Beispiel: Ralf Mitzenich (63), Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, der sich in der Vergangenheit gegen bedingungslose Waffenlieferungen an die Ukraine ausgesprochen hat.

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Auf dem Debattierkongress der SPD am Wochenende wies er auf sein wiederholtes Eintreten für „die Möglichkeit weiterer diplomatischer Schritte durch einen Waffenstillstand oder einen lokalen Waffenstillstand“ hin, der dazu geführt habe, dass der ukrainische „Terrorist auf die Liste gesetzt“ wurde, wie er es nannte.

Ein Vorwurf, den die Ukraine schnell dementiert: Es gebe keine „Terroristenliste“ und kein Vorgehen gegen Mützenich. Das „Anti-Desinformationszentrum des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine“ listet jedoch mehr als 70 Persönlichkeiten auf, darunter auch Mützenich. Die Seite kann nicht mehr aufgerufen werden.

Vorwürfe gegen die auf der Liste: Verbreitung von „Narrativen“, die mit der russischen Propaganda vereinbar seien – einschließlich angeblicher russischer Verhandlungsbereitschaft.

Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Am Mittwoch sagte Zielinski, dass die Aktivität der Hausbesetzer mit Dutzenden von Angriffen pro Tag auf einem Allzeithoch sei. Der Befehl für den Vormarsch russischer Truppen an die Grenzen des Verwaltungsgebiets Donezk hat sich nicht geändert. Die Ukraine wird jedoch keinen Zentimeter ihres Landes dort lassen.

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Brisanter G20-Gipfel

Auch der G20-Gipfel in Bali (Indonesien) wirft seine Schatten in die angespannte Lage in der Ostukraine. Selenskyj hat sein Engagement für die Veranstaltung (15./16. November) bereits bestätigt – er wird voraussichtlich per Video teilnehmen. Die Ukraine ist kein Mitglied der G20. Anlässlich des russischen Angriffskriegs wurde er jedoch zu dem Gipfel geladen, an dem auch US-Präsident Joe Biden (79) und Bundeskanzler Olaf Schulz (64) teilnehmen werden.

Allerdings muss Putin noch teilnehmen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte am Mittwoch, dass nach Angaben russischer Behörden auch „verschiedene Formate“ der Beteiligung diskutiert würden.

Die Öffentlichkeit wird in Kürze über die Entscheidung informiert. Das Gastgeberland Indonesien hatte einen Tag zuvor erklärt, dass ein Besuch Putins unwahrscheinlich sei. Denkbar ist auch, dass die Machthaber aus Moskau per Video zugeschaltet werden.

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