WM-Auftakt: Erschreckend passives Deutschland blamiert sich gegen Japan

Fußball Der Beginn der Weltmeisterschaft

Ein entsetzlich passives Deutschland macht sich gegenüber Japan lächerlich.

Deutschlands Auftaktniederlage gegen Japan – Video-Highlights

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich zum Auftakt der WM gegen Japan lächerlich gemacht. Trotz eines frühen Tores und zahlreicher Chancen brachte Deutschland das Spiel in nur acht Minuten völlig außer Kontrolle. Höhepunkte im Video.

Ein kleiner Schlag ins Spiel kommt nach den politischen Debatten während des ersten WM-Spiels. Die deutsche Nationalmannschaft ging gegen Japan in Führung, wurde dann aber vom Außenseiter überrascht. Ein Teil des Teams rückt dabei besonders in den Fokus.

SSelten stand die deutsche Nationalmannschaft zum Auftakt einer WM so unter Druck: Dem Team von Hennessy Flick wurde zum Auftakt kein Sieg zugetraut, vor allem aber blieb vielen Fans die „Eine-Liebe“-Debatte erspart, die später mitmachen wollte es. Achten Sie auf die Schilder der Armbandspieler. Sie schafften nur einen Punkt – eine 1:2 (1:0)-Niederlage gegen Japan, was am Ende zu einem sportlichen Albtraum wurde.

Es war vielleicht nicht das Zeichen, auf das viele Fans gehofft hatten, aber es war ein Zeichen. Als sich die deutsche Nationalmannschaft eine Minute vor dem Anpfiff zum Mannschaftsfoto versammelte, bedeckten die Spieler ihre Gesichter. Es war eine kollektive Geste, die hieß: Sehen Sie, wir wollten den Menschenrechten ein anderes, vielleicht deutlicheres Zeichen setzen, aber das wurde uns unter Androhung von Sanktionen verboten. Uns wurde das Sprechen verboten. „Auch ohne Streifen. Unsere Position steht“, twitterte der DFB kurz darauf.

Auch wenn es manchen Kritikern im Vergleich zur “One Love”-Kapitänsbinde, die Manuel Neuer geschenkt wurde, nicht ganz reichte – es war eine Geste, die deutlich machte, was FIFA-Fußballer wollten: Es müssen Zirkuspferde sein, mit deren Hilfe sie bekehrt Millionen von Menschen – aber bitte keine verantwortungsbewussten Menschen. Wehe dem, der es wagt, sein Herz auszusprechen. Es war auch ein Hinweis darauf, wie allein sich Nivar und Ko derzeit fühlen.

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Das offensichtliche Zeichen: Deutsche Spieler vor dem WM-Auftakt gegen Japan

Vielleicht noch nie hat eine deutsche Mannschaft in einem WM-Finale so wenig über Fußball gesprochen. Auch deshalb war die Unsicherheit darüber, wo das Team von Hennessey Flick steht, größer als vor Beginn des Turniers – und für den Bundestrainer dürfte die Unsicherheit noch größer sein. Deutschland hatte ein lange auf hohem Niveau gespieltes Spiel endgültig komplett aufgegeben.

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Es dauerte einige Zeit, bis sich die Mannschaft ins Spiel hineingearbeitet hatte. Die Panik war zunächst spürbar. Die deutsche Abwehr wurde durchgeschüttelt, wobei Nico Schlotterbäck neben Verteidiger Antonio Rüdiger eingesetzt wurde. Die Japaner ließen kurz ihre Gegenmacht aufblitzen. Offensiv taten sich die Deutschen schwer: Thomas Müller, Jamal Musiala und Serge Gnabry tauschten immer wieder die Positionen, um den tiefen Japaner zu isolieren. Doch nach einer Viertelstunde erspielte sich Deutschland Zugriff und erarbeitete sich Chancen – zumal die beiden defensiven Mittelfeldspieler Alke Gündogan und Joshua Kimmich nun eine stärkere Rolle spielten.

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Der beste Angriff aller Zeiten ging wieder in Führung: Ein Diagonalpass von Kimmich landete bei Linksverteidiger David Raum, der gut vorgedrungen war. Leipzig legte den Ball an Gonda vorbei – und dann brachte ihn der japanische Keeper zu Fall. Ilkay Gündogan verwandelte den Elfmeter zum 1:0 (33. Minute). Hürtz traf kurz vor der Pause, stand aber im Abseits.

Auch nach dem Wechsel setzte sich die Dominanz des DFB-Teams mit 81 Prozent Ballbesitz in der ersten Halbzeit früh fort. Durch den Kombinationsfluss entstanden mehrere gute Chancen: Musala hätte nach einem Alleingang durch die japanische Abwehr ein Traumtor erzielen können, wenn er im Abschluss konzentriert geblieben wäre (51.). Zehn Minuten später traf Gündogan mit einem Schuss aus 17 Metern nur den Pfosten. Gnabry und der eingewechselte Jonas Hofmann lieferten sich dann einen Privatduell mit dem starken Gonda (70.). Zu diesem Zeitpunkt hätte das Spiel schon längst entschieden sein müssen.

Verwirrung in der Verteidigung

Doch dann forderte die Vernachlässigung von Chancen ihren Tribut. Der Japaner wurde mutiger und während Neuer Sakai zunächst kontern konnte (73.), stand er drei Minuten später machtlos da – als der Freiburger eingewechselte Ritsu Doan eine Verwirrung in der Abwehr nutzte und den Abpraller zum 1:1 verwandelte (76 ‘).

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Japans Trainer Hajime Moriasu tauschte den Sieg gegen Deutschland aus.

Danach entglitt der Mannschaft das Spiel komplett: In der 84. Minute ließ Schlotterbeck Takuma Asano locker los – und der Bochumer traf aus spitzem Winkel zur 2:1-Führung der Asiaten. Das Spiel, das Deutschland lange Zeit komplett kontrolliert hatte, wurde auf den Kopf gestellt. Die jetzt ans Licht gekommene Tatenlosigkeit, vor allem in der Verteidigung, war erschreckend.

Bei Flick, der bereits vor dem Anpfiff betont hatte, wie wichtig ein gelungener Start sei, dürfte die Skepsis davor wachsen. Hat die Strip-Debatte womöglich die Konzentration beeinträchtigt? Er musste das Thema noch einmal ansprechen, als er eine halbe Stunde vor Anpfiff der ARD ein Interview gab. Er betete noch einmal, was er in den vergangenen Tagen immer wieder gesagt hatte: Dass die Mannschaft sehr enttäuscht sei, als die FIFA die „One Love“-Armbinde verbot, aber „dass wir endlich da sind. Komm, um Fußball zu spielen und ein gutes Turnier zu spielen.“ Er wurde gefragt, ob es neben dem Streifen noch ein Vereinssymbol gebe?“ „Wir werden sehen“, antwortete er.

Das Zeichen war da, nicht der erhoffte gute Start, sondern ein Fehlstart.

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